SPD und GRÜNE opfern Gemeindewohl parteipolitischem Kalkül

4 Gemeinderäte verweigern Solidarität mit Niederaichbach – GR Walter vereidigt

Glückwünsche
Glückwünsche nach der Vereidigung

Adlkofen. Mit der Vereidigung des für den ausgeschiedenen FW-Gemeinderat Bartholomäus Maierhofer nachgerückten Johann Walter aus Engkofen eröffnete Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer am Montagabend die Gemeinderatssitzung. Nachdem Walter die Eidesformel gesprochen und mit dem Zusatz „so wahr mir Gott helfe“ bekräftigt hatte, konnte er noch die Glückwünsche der Rathauschefin entgegennehmen. Danach ging es zügig an die mit 17 Beratungspunkten gut gefüllte Tagesordnung.

Die anstehenden fünf Bauanträge waren schnell abgehandelt und einstimmig befürwortet. Auch mit der Genehmigung der Niederschrift der letzten Sitzung hielten sich die Gemeinderäte nicht lange auf und winkten den Punkt zügig durch. Im Anschluß daran, gab es für die 14 Zuhörer ein Lehrstück, wie Gemeinderäte das Wohl ihrer Kommune mißachtend, dieses Parteiideologien und bundespolitischen Entscheidungen opfernd

Notausgabe

Der „Supergau“ für einen Webmaster dürfte es sein, wenn seine websites abstürzen, die Ursachen im Dunkel bleiben und dazu auch noch die Backups – sprich die Datensicherungen – weitgehend unbrauchbar geworden sind. Dieses Szenario durchläft die Redaktion gerade. In solchen Fällen hilft am Schnellsten eine neue Seite und dazu eine Domainumleitung. Die neue Seite vom „ADLKOFENER_BLATT’L“ lesen Sie gerade, die Domainumleitung braucht noch ein wenig Zeit; an allen Baustellen gleichzeitig kann eine Person schwer arbeiten und die Inhalte haben Vorrang.

Titelseite nach dem Absturz
Unter der Domain „adlkofener-blatt’l.de“ sind derzeit keine Inhalte abrufbar

Was beim ADLKOFENER BLATT’L in der Nacht auf Dienstag vor sich ging, ist im übertragenen Sinn wohl mit einem Drucker-Streik in einem Verlagshaus vergleichbar. Das Ergebnis ist in beiden Fällen ziemlich das Gleiche – Zeitungsleser erhalten keine neue Zeitung, den Internetusern zeigt sich eine leere Seite und wenn man „Glück“ hat, noch die Information „Seite nicht gefunden“. Leider mußten unsere Leserinnen und Leser in den letzten beiden Tagen genau diese Erfahrung machen.

Der Seitenausfall hat natürlich auch Folgen für die Leserzahlen und Seitenaufrufe. Konnten für den Montag 1.592 Besucher gezählt werden, die insgesamt 7.361 Seiten aufriefen, registrierte die Statistik für Dienstag nur noch 967 Besuche und 6.136 gelesene Seiten. Dieser Verlust ist unzweifelhaft ein Rückschlag und es

Keine schönen Aussichten

Ruiniertes Landschaftsbild, dafür Strom für 2.000 Haushalte

Montage Windrad Weihbüchl
Montage Windrad Weihbüchl (*)

Weihbüchl. Am Samstag bekam das Windrad bei Weihbüchl seine Rotorblätter montiert. Jedes der 61,7 Meter langen und 13 Tonnen schweren Blätter wurde mit einer Spezialvorrichtung waagrecht auf 137 Meter fixiert, damit die Fachkräfte es an die Gondel montieren konnten. Während die Rotorblätter aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit zusätzlichem Carbon gefertigt sind, besteht der Turm aus Stahl und ist aus insgesamt fünf Teilen zusammengesetzt. Er wiegt ca. 374 Tonnen.

Bis sich die Anlage dreht und Strom liefert, dauert es jedoch noch mindestens eine Woche. Seit Montag erfolgt der Innenausbau, danach müssen diverse Tests absolviert werden, die Installation von Software und Anlagenüberwachung vorgenommen werdedn, bevor es mit der Teilinbetriebnahme weitergeht. Die Vestas-Anlage ist für Schwachwindregionen konzipiert. Der prognostizierte Ertrag am Standort Weihbüchl liegt zwischen 6,6 und sieben Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Bei einem

Dank und Anerkennung für 15 Jahre Schulleitung

Gabi Schranner nimmt Abschied von ihrer Schule
Gabi Schranner verabschiedet sich von „ihrer“ Schule

Adlkofen. Zum Schuljahrsende wurde Gabi Schranner nach 24 Jahren als Lehrerin, davon drei Jahre als Konrektorin und zwölf Jahre als Rektorin an der Grundschule Adlkofen, in den Ruhestand verabschiedet. In einer imponierenden Feier bedankten sich Kinder, Eltern, Kolleginnen, das Schulamt und die Gemeinde bei der beliebten und geschätzten Pädagogin.

Zu tiefst gerührt überreichten vor allem die Mädchen und Buben der 4. Klasse ihrer Schul-Leiterin Geschenke. Konrektor Alois Dannenböck brachte die Wertschätzung des Lehrerkollegiums zum Ausdruck. Gabi Schranner habe für ein gutes Klima an der Schule gesorgt. Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer wies auf das pädagogische und organisatorische Geschick der scheidenden Schulleiterin hin, das der Schule im Ort großes Ansehen verlieh. Schulamtsdirektor Franz Karpfinger würdigte Schranner als eine prägende pädagogische Leitfigur.

Rosen für die Rektorin a. D.Rektorin Schranner machte in ihren Worten kein Hehl daraus, daß ihr der Abschied von ihrem Traumberuf schwer falle. Die Arbeit mit den Kindern sei für sie wunderbar und faszinierend gewesen. Mit Gesang und Musik, mit Wortbeträgen und Spielen verabschiedeten sich die Schüler aller Klassen von der beliebten Lehrerin. Alle wünschten Frau Schranner für den Ruhestand Gesundheit, mehr Zeit für die Familie, zum Reisen und für die Natur sowie auch zum Lesen.

Fotos: Johann Schober

 

 

 

 

Das „Allerletzte“ gleich ganz zum Anfang

CSU-Fraktionssprecher ruft in Gemeinderatssitzung zum Boykott des „ADLKOFENER BLATT’Ls“ auf

Adlkofen. Na also, es hat geholfen und geht doch! Für das „äußerst disziplinierte Sitzungsverhalten“ bedankte sich heute Abend 2. Bürgermeister Valentin Petermaier bei dem fast vollzählig anwesenden Gemeinderat. Nur Bartholomäus Maierhofer war aus beruflichen Gründen verhindert und verpaßte damit eine Premiere. Wie ausgewechselt, artigen Chorknaben gleich, und absolut kein Vergleich zur letzten Sitzung, wurde demonstriert, daß es auch anders geht. Mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann: Obwohl die öffentliche Sitzung wegen der davor liegenden nichtöffentlichen Beratung, nicht wie angekündigt um 19.45 Uhr, sondern erst um 19.55 Uhr beginnen konnte und eine „normal“ umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten war, konnte sie bereits um kurz vor 22 Uhr beendet werden. Und alle Tagesordnungspunkte erledigt! Ja da war sogar noch Zeit für eine inhaltlich ziemlich verwegene Attacke von CSU-Fraktionssprecher Bernhard Westermaier gegen den Herausgeber des „ADLKOFENER BLATT’Ls“ – also gegen mich.

Nun, das es einigen Gemeinderäten nicht gefallen hat, sowohl von der linken wie auch der rechten Seite des Sitzungstisches, was sie da über ihr Verhalten in den letzten beiden Beiträgen zu lesen bekamen, war klar. Sonnenklar. Aber nicht einmal GR Westermeier war heute Abend so dreist, die Behauptung aufzustellen, das von mir kritisierte Verhalten habe nicht stattgefunden. Nein, er räumte sogar ein, daß die Vorfälle in der letzten Sitzung „nicht ganz in Ordnung“ gewesen sind. Immerhin – nur, wer läßt sich schon gerne den Spiegel vorhalten?

Die Adlkofener CSU ganz sicher nicht! Und darum wetterte Westermeier am Sitzungsende unter Punkt „Wünsche und Anträge“ richtig drauf los. Von Diffamierung war da die Rede, von Beleidigungen, das man mit ehrenamtlichen Gemeinderäten nicht so umspringen könne und natürlich auch der Spruch von „Unverschämtheiten“. Die ganze von Westermeier vorgetragene Kanonade an Beschuldigungen hier zu wiederholen ist müßig, da überall bekannt. Und dann packte Westermeier „den Hammer“ aus: Die CSU werde, so kündigte er an, einen Antrag im Gemeinderat stellen, daß man die „Blatt’l“-Redaktion nur noch mit den grundlegenden Informationen seitens der Gemeinde versorgen darf, auf die unter journalistischen Gesichtspunkten Anspruch besteht. Aber Einladungen, wie z. B. zum Neujahrsempfang – der war ja nur für geladene Gäste -, soll es künftig nicht mehr geben. Westermeier: „Der hat sich seinen Kredit verspielt!“ Aha, da hat er es mir aber gegeben! Die Adlkofener foderte Westermeier dann noch zum Blatt’l-Boykott auf, „weil der lebt von den Klicks und da miaß ma halt schaun, das des weniger wer’n!“

Okay Herr Westermeier, ich bin heute vollkommen zerknirscht über ihre K(r)ampfansage nach Hause gekommen und habe versucht, Bilanz zu ziehen, über das, was die Leserinnen und Leser in Zukunft an Informationen durch ihren Antrag verlustig gehen werden. Dabei analysiere ich die Situation nicht so oberflächlich wie Sie, sondern schaue mir das Gesamtbild an. Da wären einmal die zahlreichen CSU-Veranstaltungen, über die wir nicht mehr berichten können. Die CSU-Bürgerinformationsveranstaltungen, von denen ja demnächst wieder eine statt findet; das CSU-Starkbier- oder das CSU-Sommerfest. Sie sehen mich total zerknittert am Boden liegen. Alles Veranstaltungen, sollte das noch niemanden in der Adlkofener CSU aufgefallen sein, über die in den letzten fünf Jahren nicht berichtet wurde. Denn es gab in dieser Zeit schon keine Informationen aus den Reihen der CSU. Das hätte sich ändern lassen, wenn ich bereit gewesen wäre, mich dem damaligen Bürgermeister anzubiedern. War und ist nicht mein Stil.

Also geht es damit tatsächlich „nur“ um die Rathaus-Informationen. Geht der angekündigte CSU-Antrag im Gemeinderat durch, womit zu rechnen ist, wäre genau genommen eine einzige offizielle schriftliche Information aus dem Adlkofener Rathaus schon einhundert Prozent mehr Information, als unter dem CSU-Bürgermeister bis zum Amtswechsel am 1. Mai 2014 zu erhalten war. Und auf diesen Punkt kann die Gemeinde, soll es rechtlich einwandfrei zugehen, nicht zurück fallen. Das Messer, welches Sie wetzen, ist also sowas von stumpf, Herr Fraktionssprecher. Mehr geht da schon überhaupt nicht mehr.

Die Adlkofener Feuerwehr und einige andere Vereine werden vermutlich nach dem Boykottaufruf genau das machen, was sie bisher auch gemacht haben: So tun als gäb’s das „ADLKOFENER BLATT’L“ nicht – und es trotzdem lesen.

Da wären wir jetzt bei den Lesern und den von Westermeier in’s Feld geführten „Klicks“. Es ist schon richtig, jeder einzelne Leser ist wichtig, aber bei 3,3 Mio Zugriffen 2014 und bislang leicht steigender Tendenz im laufenden Jahr, werden sowohl die Projekte als auch ich – gerade weil die Projekte „regionalreport“, „ADLKOFENER BLATT’L“ und der „Geisenhausener Kurier“ zu 100 Prozent Non-profit-Unternehmen sind – die neuerliche CSU-Attacke gelassen überstehen. Unabhängig, nicht am Gängelband der CSU oder einer anderen Partei werden es die Leserinnen und Leser vom „ADLKOFENER BLATT’L“ auch in Zukunft nicht vermissen müssen, daß den Gemeinderäten der Spiegel vorgehalten wird, wenn es erforderlich ist. Und das ist dann ja nicht einmal auf Adlkofen beschränkt. Dabei gäbe es eine einfachere Möglichkeit, das von der CSU gewünschte Ergebnis zu erreichen – das „ADLKOFENER BLATT’L“ mundtot zu machen. Einfach keinen Anlaß zu heftiger Kritik bieten und über sich selbst einmal nachdenken, wäre so eine sinnvolle Alternative. Aber das scheint irgendwie zuviel verlangt – mit der sprichwörtlichen Ausnahme von heute Abend.