Beeindruckender Rechenschaftsbericht für das zweite Amtsjahr

2016: Keine Neuverschuldung und dennoch hohe Investitionen – Asylbewerber bedankten sich

Mit Interesse verfolgten die Adlkofener den Rechenschaftsbericht der Bürgermeisterin
Mit Interesse verfolgten die Adlkofener den Rechenschaftsbericht der Bürgermeisterin

Reichlkofen. 19 eng beschriebene DIN A5-Seiten und 34 grafische Darstellungen, letztere per Beamer auf die Leinwand projeziert, umfaßte der diesjährige Rechenschaftsbericht von Erster Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer am Mittwochabend in Reichlkofen. Es war die zweite Bürgerversammlung ihrer Amtszeit und umfaßte den Tätigkeitsbericht für das zurückliegende Jahr 2015, sowie einen Ausblick für dieses Jahr. Der Bogen spannte sich von der Einwohnerentwicklung über die Gemeindefinanzen, die Aktivitäten hinsichtlich der weiteren Gemeindeentwicklung bis hin zur Ankündigung einer neuen Bürgerbefragung im Herbst und offenbarte eine überaus positive Bilanz. Für eine nette Geste am Rande sorgte eine Gruppe Syrer welche die Bürgerversammlung ebenfalls besuchte. Die Asylbewerber baten den bei ihnen am Tisch sitzenden Sprecher des Helferkreises und dolmetschenden Gemeinderat Christoph Kropp, den Adlkofener Bürgern für die freundliche Aufnahme in der Gemeinde zu danken. Sie wären sich der Tatsache bewußt, „daß dies keine Selbstverständlichkeit ist“, so ließen sie ausrichten.

Neben den Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung – siehe Berichte unter „Randnotizen“ – waren es natürlich die aus dem Finanzbericht, welche auf besonderes Interesse stießen. Dabei wurde deutlich, daß der Adlkofener Schuldenstand seit Anfang 2014 (€ 1.686.796,25 zum 31. Dezember 13) kontinuierlich heruntergefahren wurde. Zum 31. Dezember 2014 hatte er noch 1.455.144,89 EUR betragen, am 31. Dezember 2015 waren es nur noch 1.216.234,62 EUR. Damit einhergehend auch die Verringerung der Pro-Kopf-Verschuldung. Während die bei bayerischen

Einwohnerentwicklung 2015

Adlkofen. Zum 31. Dezember 2015 lebten laut Statistischem Landesamt 4.015 Eonwohner in Adlkofen. Das Einwohneramt meldet aktuell 4.312 Adlkofener, davon 2.111 Frauen und 2.201 Männer.

34 Neugeborene, 16 Buben und 18 Mädchen, waren im letzten Jahr beurkundet worden. Der Zahl stehen 18 Sterbefälle gegenüber. Ferner wurden in Adlkofen letztjährig neun Eheschließungen vollzogen.

Nach Altersstufen aufgeteilt, leben in unserer Gemeinde 148 „Zwergerl“ bis drei Jahre, bis sechs Jahre sind es 94 Kinder. 310 Personen sind bis 15 Jahre alt. Die Altersklasse von 15 bis 18 Jahre zählt 154 Personen. 2.921 Köpfe umfaßt die Personengruppe der bis 65jährigen. Über 66 Jahre sind 683 Adlkofener.

Polen stellen größten Ausländer-Anteil

Wappen AdlkofenAdlkofen. Der Anteil von Ausländern beträgt in Adlkofen rund 8,14 Prozent. Die „Nichtdeutschen“, wie sie im Rechenschaftsbericht der Bürgermeisterin am Mittwochabend in der Bürgerversammlung bezeichnet wurden, macht insgesamt 351 Personen aus. Die Nationalitäten setzen sich wie folgt zusammen: Polen (83), Ungarn (62), Rumänen (39), Syrer (38), Tschechen (24), Kroaten (13), Italiener und Slowanken (je 12), Österreicher (zehn), Bosnier (acht), Türken (fünf), Amerikaner, Briten und Serben (je drei), je zwei Griechen, Chinesen und Niederländer. An der Stelle schwindelt die Statistik, den sie führt noch zwei „Jugoslawen“, die es nicht mehr geben kann. Mit je einem Vertreter wären noch die Nationalitäten Brasilien, Kamerun, Kanada, Rußland, Senegal, Südafrika, Thailand, Schweiz, Ukraine, Libyen, Guatemala, Mexiko und Georgien, vertreten. Insgesamt ist es ein bunt zusammengewürfeltes Völkchen aus 34 Nationen, die in Adlkofen leben.